Hania Rani & Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin – „Non Fiction – Piano Concerto in Four Movements“
Meisterwerk
Wer soll ausgezeichnet werden?:
von der haardt GmbH (Tourneeveranstalter) & Landstreicher Konzerte GmbH (örtl. Veranstalter)
von der haardt GmbH (Tourneeveranstalter) & Landstreicher Konzerte GmbH (örtl. Veranstalter)
Zeitraum: 15.06.2026
Kurzprofil:
Am 15. Juni 2026 fand in der Berliner Philharmonie ein Konzert statt, das den Grenzbereich zwischen zeitgenössischer Klassik, Neoklassik und sinfonischer Komposition neu vermessen hat. Die polnische Pianistin und Komponistin Hania Rani präsentierte ihr erstes rein symphonisches Werk in einem exklusiven Deutschlandkonzert gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Saxofonisten Jack Wyllie (Portico Quartet) und dem Dirigenten Marek Moś. Das Werk wurde ursprünglich vom POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden in Auftrag gegeben und reflektiert durch das Prisma medialer Gegenwart historische und aktuelle Tragödien. Es untersucht das ständige Nebeneinander von Harmonie und Chaos als Grundbedingung menschlicher Existenz. Das nahezu ausverkaufte Konzert versammelte ein generationenübergreifendes, stilistisch diverses Publikum in einem der bedeutendsten Konzertsäle der Welt. Es markierte nicht nur eine künstlerische Ausnahmeleistung, sondern einen seltenen Moment, in dem klassische Infrastruktur, zeitgenössisches Komponieren und gesellschaftliche Relevanz zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis verschmelzen. Für ihre Filmmusik zu Joachim Triers „Sentimental Value" erhielt Hania Rani 2025 den Europäischen Filmpreis für Beste Filmmusik.
Begründung der Preiswürdigkeit:
Das Konzert von Hania Rani mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin am 15. Juni 2026 in der Berliner Philharmonie war in mehrfacher Hinsicht ein Meisterwerk. Die Zusammenführung einer international gefeierten Neoklassik-Künstlerin mit einem der renommiertesten deutschen Rundfunkorchester in der Berliner Philharmonie erforderte konzeptionelle Weitsicht, kuratorischen Mut und logistisches Können. von der haardt als Tourneeveranstalter und Landstreicher Konzerte als örtlicher Veranstalter haben ein Konzertformat ermöglicht, das weit über eine bloße Gastspielproduktion hinausgeht: ein exklusives Deutschlandkonzert nach der Weltpremiere im Londoner Barbican Centre, eingebettet in eine internationale Tourneestruktur, die dem Werk die ihm angemessene Bühne verschaffte. Die Besetzung des großen Saals der Philharmonie für ein zeitgenössisches, genreübergreifendes Werk ist keine Selbstverständlichkeit und spricht für das außergewöhnliche Vertrauen aller Beteiligten in die Kraft dieses Projekts. „Non Fiction" ist Hania Ranis erstes rein sinfonisches Werk, eine Komposition, die klassische Struktur mit experimentellen Klangwelten verwebt. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin brillierte in der Verzahnung mit Ranis Klavierspiel: Gleißende Streicherflächen, ein eigensinnig rhythmisierter Kontrabass-Einsatz, Harfe, Hörner und die unverwechselbare Saxophonstimme Jack Wyllies schufen ein vielschichtiges, lebendiges Klangbild. Die rbb24-Kritik beschrieb den Abend als „Drahtseilakt zwischen Meditation und Dramatik", als ein Auf und Ab zwischen zaghafter Innerlichkeit und brachialer Klanggewalt, das beim Publikum Standing Ovations auslöste. Selten hat ein Klassikkonzert in jüngerer Zeit eine derart unmittelbare moralische Dimension entfaltet. „Non Fiction" verarbeitet das Schicksal des Wunderkindes Josima Feldschuh, das 1943 im Warschauer Ghetto starb, und zieht eine Linie zu den Kriegen und Tragödien der Gegenwart. Das Werk fragt, wie wir als Gesellschaft Gewalt wahrnehmen, medial verarbeiten und emotional ertragen. Eine Frage, die im Berliner Konzertsaal mit besonderer Wucht trifft. Das Publikum erlebte etwas Seltenes: ein Konzert, das gleichermaßen meditativ und erschütternd war, das trösten und verstören konnte. Klassische Konzertgänger und jüngere Fans saßen Seite an Seite und dankten Hania Rani am Ende mit Standing Ovations und lautstarkem Jubel. Dieser Jubel galt nicht nur einer Pianistin, sondern einem Abend, der Menschen unterschiedlichster Hintergründe in einem gemeinsamen emotionalen Moment zusammengeführt hat. Dieses Konzert vereint veranstalterische Leistung, musikalische Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und emotionale Tiefe in einem singulären Konzertereignis und erfüllt damit genau das, was die Kategorie Meisterwerk auszeichnet.

Foto: Solène Quélin

Foto: Solène Quélin
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Zusätzliche Information: https://www.rsb-online.de/konzerte/hania-rani-spielt-non-fiction/
