Stiftung Klavier-Festival Ruhr

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Wer soll ausgezeichnet werden?:
Stiftung Klavier-Festival Ruhr

Kurzprofil:

Zwischen Konzerthäusern, Museen und ehemaligen Industrieorten bringt das Klavier-Festival Ruhr seit Ende der 1980er Jahre Weltstars und junge Pianisten in einem Programm zusammen.

Die Youngsters-Reihe des Klavier-Festival Ruhr gibt jungen Pianisten einen eigenen Platz im Programm. Dahinter steht eine bewusste Auswahl. Für die Youngsters schaut das Festival auf Musiker, die das Konzertleben in den kommenden Jahren prägen könnten.

2023 spielte Lukas Sternath zum ersten Mal beim Klavier-Festival Ruhr. Zwei Jahre später stand sein Name wieder in der Youngsters-Reihe im Programm. Solche Wiederbegegnungen sind kein Einzelfall. Das zeigt auch der Pianist Jaeden Izik-Dzurko. Bereits 2023 war er beim Festival zu erleben und kehrte 2026 auf die Festivalbühne zurück.

Am anderen Ende dieser Beziehungen stehen Künstler, die dem Festival längst über viele Jahre verbunden sind. Marc-André Hamelin ist dem Festival seit seinem ersten Auftritt 1997 verbunden, Yuja Wang war 2025 zum sechsten Mal zu Gast.

Auch das Publikum bleibt dem Festival treu: 2025 kamen 39.650 Besucher; die Auslastung lag bei 84 Prozent, 25 Veranstaltungen waren ausverkauft.

Begründung der Preiswürdigkeit:

Im Jahr 2022 gewann Lukas Sternath beim 71. Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München den 1. Preis sowie gleich sieben Sonderpreise. Nach einem großen Wettbewerbserfolg stehen junge Pianisten oft besonders im Fokus. Das Klavier-Festival Ruhr interessiert sich auch dafür, was danach kommt.

Die Youngsters-Reihe folgt diesem Gedanken. Für diese schaut das Festival auf Musiker, die bereits mit Wettbewerbserfolgen oder als Geheimtipp oder Wunderkind auf sich aufmerksam gemacht haben und von denen das Kuratorium überzeugt ist, dass ihnen eine große pianistische Zukunft bevorsteht.

Lukas Sternath macht diese Arbeit konkret. 2023 kam er erstmals zum Klavier-Festival Ruhr, nachdem er im Jahr zuvor den ARD-Musikwettbewerb gewonnen hatte. 2025 lud ihn das Festival erneut ein. Nun spielte er als Teil der Youngsters-Reihe im Magazin der Zeche Zollern.

Damit bleibt es nicht beim ersten Auftritt. Das Festival schaut auch Jahre später wieder hin und entscheidet, welchen jungen Pianisten es erneut eine Bühne gibt.

2026 lässt sich dieselbe Aufmerksamkeit an Jaeden Izik-Dzurko beobachten. Auch er war schon 2023 beim Festival zu Gast. Damals spielte er die Weltpremiere von Elisenda Fábregas’ „Somnis Radiants“. Das Klavier-Festival Ruhr holte ihn 2026 auf die Festivalbühne zurück.

Diese Arbeit mit jungen Pianisten ist bezeichnend für ein Festival, das Künstlerbeziehungen über lange Zeit pflegt. Marc-André Hamelin ist dem Festival seit seinem ersten Auftritt 1997 über Jahrzehnte verbunden. Yuja Wang war 2025 zum sechsten Mal dabei. Evgeny Kissin war Porträtkünstler; auch Pierre-Laurent Aimard und Elisabeth Leonskaja gehören zu den wiederkehrenden Gästen. Ein Engagement bleibt hier häufig nicht das letzte.

Dafür braucht es verlässliche Strukturen. Das Festival wird privat finanziert und vom Initiativkreis Ruhr als Gründungspartner sowie von langjährigen Förderern getragen. Zugleich erreicht es seit Jahren ein großes Publikum. 2025 kamen 39.650 Besucher; die Auslastung lag bei 84 Prozent, 25 Veranstaltungen waren ausverkauft.
Foto: Thomas Rabsch
Foto: Peter Adamik/DG | Peter Adamik/DG
Foto: Waldy Martens