San Hejmo Festival 2026
Impact
Wer soll ausgezeichnet werden?:
Next Events GmbH | San Hejmo GmbH
Next Events GmbH | San Hejmo GmbH
Zeitraum: 14.–15. August 2026
Kurzprofil:
Pop, Hip-Hop, Indie und elektronische Musik, dazwischen großformatige Street Art und Orte zum Selbermachen. San Hejmo versteht sich als Wohlfühlfestival. Zwischen Bühnen, Kunstwerken, Street Food und Zeltplätzen entsteht auf der Weite des Airport Weeze für ein Wochenende ein farbiges Zuhause auf Zeit. Eine eigene kleine Festivalstadt zum Tanzen, Entdecken und Bleiben. Zur ersten Ausgabe 2022 kamen 20.000 Menschen nach Weeze. Vier Jahre später waren es rund 75.000, 17.000 von ihnen blieben über Nacht – auf der Campsite.
Mit dem Festival ist über die Jahre auch das Nachhaltigkeitsprogramm gewachsen. San Hejmo startete 2022 als Tagesfestival und wurde schon im Folgejahr zum Wochenendformat mit Camping weiterentwickelt. Auf der Campsite greifen mittlerweile Müllpfand, Wertstoffhöfe und Green Camp ineinander. Dabei nutzt San Hejmo auch die zeitliche Nähe zu PAROOKAVILLE. Beide Festivals sind am selben Standort in Weeze verankert und so werden Materialien und Gestaltungselemente weiterverwendet. Auch die Pfandsammlung von Zukunftsmusik e. V. verbindet beide Festivals. 2025 kamen dabei mehr als 523.000 Dosen und Flaschen und 135.000 Euro für beide Festivals zusammen. Die Erlöse flossen in Musikprojekte für Kinder und Jugendliche.
Begründung der Preiswürdigkeit:
Das Festival verbindet ökologische Verantwortung mit sozialem Impact. Ein zentraler Ansatzpunkt ist der Umgang mit den Ressourcen, die ein Festival dieser Größe benötigt und hinterlässt. Die Preiswürdigkeit von San Hejmo liegt in einem Nachhaltigkeitsverständnis, das nicht bei bereits bestehenden Maßnahmen endet, sondern konsequent weiterentwickelt wird.
Wie konkret das 2026 aussieht, zeigt sich besonders auf der Campsite. 17.000 Menschen verbringen hier mehrere Festivaltage mit Zelten, Lebensmitteln und Campingausrüstung. Wo so viele Menschen vorübergehend zusammenleben, entsteht Abfall. Ein Müllpfand von zehn Euro schafft zusätzlich einen konkreten Anreiz zur Rückgabe und wird erst gegen Abgabe des gefüllten Müllsacks erstattet. Ein mobiler Recycling-Service fuhr über die Campsite und unterstützte die Gäste direkt vor Ort bei Mülltrennung und Entsorgung.
San Hejmo dachte den Umgang mit dem, was nach mehreren Festivaltagen zurückbleibt, noch einen Schritt weiter. Denn nicht alles, was am Ende eines Festivalwochenendes übrig ist, ist Abfall. Mit einer neuen Sharing-Station schuf das Festival einen Ort für Lebensmittel und Campingausrüstung, die noch weitergenutzt werden können. Gäste konnten sie dort abgeben, vorgesehen war die Weitergabe an soziale Einrichtungen. Bevor etwas entsorgt wird, stellt sich damit auch die Frage, ob es jemand anderes noch gebrauchen kann.
Neben dem Umgang mit Ressourcen hatte San Hejmo 2026 auch sein weibliches Publikum im Blick. Rund zwei Drittel des Publikums sind weiblich, für 2026 wurden somit etwa 50.000 Frauen erwartet. Zum Anspruch, ein Wohlfühlfestival zu sein, kam im entspannten Tages- und Campingrhythmus erstmals ein eigener Rückzugsort für Frauen hinzu. Das Menstruationszelt verband diesen ruhigeren Bereich mit einer Sanitäranlage und Hygieneartikeln.
So zeigt sich die Weiterentwicklung 2026 nicht in einem einzelnen großen Projekt. Der mobile Recycling-Service, die Sharing-Station und der neue Rückzugsort ergänzen ein System, zu dem längst Müllpfand, Wertstoffhöfe, Green Camp, Materialkreisläufe und soziales Engagement gehören. Nachhaltigkeit findet bei San Hejmo damit mitten im Festivalalltag statt, beim Entsorgen und Weitergeben ebenso wie bei der Frage, was Menschen brauchen, um sich auf einem Festival gut aufgehoben zu fühlen.

Foto: sanhejmo.com

Foto: Katharina Luxen

Foto: sanhejmo.com

Foto: San Hejmo Julian Huke Photography
Zusätzliche Information: https://www.sanhejmo.com/de/future-home
