35. Saison Brandenburgische Sommerkonzerte
Meisterwerk
Wer soll ausgezeichnet werden?:
Brandenburgische Sommerkonzerte gGmbH
Brandenburgische Sommerkonzerte gGmbH
Zeitraum: 30. Mai bis 30. August 2026
Kurzprofil:
Klassische Musik an außergewöhnliche Orte des Landes zu bringen, ist seit 35 Spielzeiten der Markenkern der Brandenburgischen Sommerkonzerte. Vom 30. Mai bis 30. August 2026 richtete die Brandenburgische Sommerkonzerte gGmbH 31 Konzerte in ihrer Jubiläumssaison aus.
Neben großen Orchesterkonzerten und Kammermusik umfasste das Programm auch genreübergreifende Formate. Zu den Mitwirkenden gehörten das Kyjiw Symphony Orchestra mit der Violinistin Antje Weithaas, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Kazuki Yamada sowie das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus mit Martin Helmchen. Zudem fand die vierte Ausgabe des Internationalen Kammermusikfestivals FLIESSEN statt.
Kirchen, Schlösser und Parks dienten ebenso als Kulisse wie die neuen Spielorte der Saison: die ehemalige Nähmaschinenfabrik Veritas in Wittenberge, der Flughafen BER und die Waldbühne Lobetal. Geschichte und Eigenheiten vieler Orte wurden durch Führungen, Reisen, Gespräche und kulinarische Angebote erfahrbar gemacht. Es entwickelte sich ein dezentrales Klassikfestival, das ganz Brandenburg bespielte.
Begründung der Preiswürdigkeit:
Das Leitmotiv der Brandenburgischen Sommerkonzerte prägte auch die 35. Saison: Klassik gehört nicht nur in traditionelle Konzertsäle. Die Staatskanzlei bezeichnete die Reihe aus 31 Konzerten, die 2026 durch Brandenburg führten, als größtes flächendeckendes Musikfestival im Raum Berlin-Brandenburg. Unter dem Motto „Klassiker auf Landpartie“ verknüpft die Veranstalterin unterschiedlichste Spielstätten, künstlerische Ensembles, Partner und Begleitprogramme.
Die Bandbreite der einzelnen Stationen verdeutlicht diese Praxis. Bei der Brandenburgischen Orgelreise wurden mehrere Kirchen und Instrumente der Niederlausitz durch Führungen, Orgelpräsentationen und ein gemeinsames Abschlusskonzert erschlossen. Die Pianistin Beatrice Berrut trat in der ehemaligen Nähmaschinenfabrik Veritas in Wittenberge auf, wo Führung und Gespräch die lokale Industriekultur thematisierten. Den historischen Schlosshof Babelsberg nutzte ein von „Bridgerton“ inspirierter Abend als Ambiente für Bezüge zur populären Serie. Das 1990 begründete Landpartie-Prinzip wurde so in der Jubiläumssaison um frische Zugänge und neue Orte erweitert.
Das musikalische Spektrum erstreckte sich von Orchesterwerken über Kammermusik bis zu Sonderformaten. Für die orchestralen Akzente stehen etwa das Kyjiw Symphony Orchestra mit Antje Weithaas oder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Kleinere Ensembles sowie eigenständige Formate wie das Internationale Kammermusikfestival FLIESSEN ergänzten das Programm. Die künstlerische Leitung lag bei Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen, während Wolfram Korr von den Brandenburgischen Sommerkonzerten die Produktion verantwortete. Das große Publikumsinteresse zeigte sich etwa beim in Kooperation mit der kultur.farm organisierten Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in Groß Pankow, das schnell ausverkauft war.
Die Besonderheit der 35. Saison lag in der konsequenten Umsetzung eines dezentralen Festivalprinzips. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte realisierten 31 Konzerte an unterschiedlichen Orten und verbanden somit Musik, Spielstätte und regionale Umgebung. Kirchen, Industriegeschichte und Schlossarchitektur wurden durch Führungen, Gespräche und ortsbezogene Programme in das Konzerterlebnis einbezogen. So wurden aus vielen einzelnen Stationen eine zusammenhängende Festivalsaison und aus dem Land selbst der Rahmen für das Festival.

Foto: Specjal

Foto: Zuzanna Specjal
Zusätzliche Information: https://brandenburgische-sommerkonzerte.org/files/download/2026_BSK_Jahresprogrammheft.pdf
